Ein Sommer in Amalfi – Teil 2

Weiter gehts an der Amalfiküste. Ich schiebe fast ungewollte gleich einen weiteren 4 Tage Trip im Juni hinterher.
Bei diesem zweiten Besuch habe ich natürlich versucht etwas in die andere Richtung zu kommen, wenngleich wir trotzdem durch das Nadelöhr Praiano gefahren sind und in der Tourihochburg Positano waren. Wenn ich im März noch dachte, es sei voll auf dieser Ecke, dann hatte ich ja sowas von keine Ahnung! 😂

Kaffee in Amalfi

Meine Freundin und ich haben es nicht mehr bis nach Amalfi geschafft. Jedoch sollte das einer der ersten Stops beim 2. Mal sein. Da wir hier einen mehr als tollen Ausflug gemacht haben, wird dieser dann noch mal ein separater Bericht werden.
Ansonsten kann ich zu Amalfi nur sagen, wie in Teil 1 schon erwähnt – es gibt ein kleines Nadelöhr für den Verkehr auf der Amalfitana (Küstenstraße) und in die Stadt hineinfahren ist auch nur in den frühen Morgenstunden empfehlenswert / möglich. In der Regel wird ab 10 Uhr in der Hochsaison der Verkehr von Polizisten geregelt. Man kann dann keinen Parkplatz mehr befahren und es bleibt einem nur noch übrig vorbei zu fahren.
Wer sehr früh da ist, der nehme den Parkplatz am Wasser, nicht zu verfehlen, im Kreisverkehr die entsprechende Ausfahrt nehmen und dann bis es nicht mehr weiter geht fahren und da dann auf die Kaimauer. Der Parkplatz ist mitten in bester Sonnenlage und zu einem Spottpreis von (je nach Saison) zwischen 3 – 8€ / Stunde.

Wir haben direkt vor dem, für Amalfi bekannten, Dom gefrühstückt, bevor wir uns auf eine kleine Hikingtour begeben haben. Das Restaurant war ok. Nur ok, weil man eben in einem typischen Touriteil war. Der Kellner war distanziert und aufgesetzt freundlich und nachdem unsere Teller und Tassen leer waren, wurde der Tisch ganz provokativ abgeräumt. Dennoch war es lecker. Die beste heiße Schoki, die ich je hatte, gab es in diesem Laden und das wohl teuerste gekochte Ei meines bisherigen Lebens. 😅

coffee amalfi

Das kleine Städtchen war in diesem Moment (ca. 8-9 Uhr morgens) noch sehr leer, als wir zum Mittag dann aus dem Hinterland zurück kamen, war wieder reges Drängen und Mitschwimmen im Strom angesagt.
Dabei haben mich so kleine weiße Dingerchen (weiße Maulbeeren) in einem Obstladen angelacht. Sahen ähnlich aus wie Brombeeren in weiß. Nie gesehen zuvor, musste ich aber gleich mal kaufen und sie waren deutlich leckerer, als sie aussahen, nur einen kleinen Tick zu süß für meine Geschmacksnerven.

 

Ravello

Unser tatsächlich 1. Stop im Juni führte uns nach Ravello. Leider hat an dem Tag ein kleineres Kreuzfahrtschiff auf Reede gelegen und ab ca. 10 Uhr fielen die Gäste wie ein Heuschreckenschwarm über den kleinen Ort her. Bis dahin war er aber super und danach bestimmt auch wieder.

Der Domplatz, auf welchen man unweigerlich trifft, wenn man von Norden kommt, ist förmlich, wie aus dem Bilderbuch. Die Bäume, die Häuser, die Cafés, ja sogar der Boden. Selbst ein Fernsehset wäre nicht schöner in Szene zu setzen.

Wir haben einen kleinen Rundweg im südlichen Teil und die Villa Ruffolo drumherum gemacht, bevor es Frühstück auf dem Piazza gab.
Alles geht hier sehr gemütlich zu. Der Dom ruft kurz vor 10 zum Gebet und die Menschen kommen in Strömen. Wenn die Tore offen stehen, dringen die Orgelklänge bis auf den Platz hinaus.

Nach dem Frühstück gab es für uns noch einen Rundgang durch die Straßen / Gassen nördlich. Wäre ich allein gewesen, wäre ich sicher auch noch tiefer hineingelaufen, aber ich war zur Abwechslung mal in netter Begleitung. Der nördliche Teil ist ebenfalls traumhaft. Im Palazzo Avino fühlt man sich direkt auf einen Drink eingeladen. Schade, dass wir kurz vorher gegessen hatten. Es passt einfach Nullkommanix mehr rein in den Bauch!
Danach kommt ein liebevoll angelegter mini Park mit Aussichtspunkt und im weiteren Verlauf der Via San Giovanni del Toro ein paar Meter Straßenzug, der so richtig typisch italienisches Traumreiseziel widerspiegelt. Wie man es eben aus dem Fernsehen kennt.

Wir wurden zum Ende der Straße von Geigenmusik eingefangen. Wie die Ratten, die dem Herrn in Hameln hinterher gedackelt sind. Leider konnten wir den Ursprung der Musik nicht ausmachen und machten kehrt. Gut so, denn der Schock folgte auf dem Fuß.

Denn saftig sind die Parkpreise hier oben. Natürlich ist Platzmangel und als wir gefahren sind gegen, ich schätze mal 12 / 13 Uhr, war auch dieser kleine Ort mit einer Straßensperre versehen und Polizisten regelten den Verkehr. Gezahlt haben wir um die 14 € bei ca. 4 Std. parken.

 

Jetzt wird’s bunt

Zeit hatten wir nach unserer kleinen Wandertour in Amalfi und Hunger! Ich wollte so gern eine Portion Pommes und Coca Cola eisgekühlt. Man wie lange ich weder das eine, noch das andere zu dem Zeitpunkt hatte.
Unser Weg führte nach Vietri Sul Mare. Ein Farbenspektakel vom Allerfeinsten! Etwas ausgestorben wirkte das Städtchen förmlich, im Gegenzug zu Amalfi und Co. Lag aber vielleicht auch daran, dass wir zur Mittagszeit dort einkehrten. Nur wenige Läden hatten tatsächlich geöffnet.

Für alle, die jetzt wieder mit horrenden Parkgebühren rechnen, wir haben ein kleines Plätzchen, ganz dicht am westlichen Teil der City gefunden, was kostenfrei war! 🙂
Ich bekam natürlich meine Pommes und Cola und nach gut 1,5 Std. akklimatisieren, haben wir den Ort erkundet.

Ich kann nur sagen: Die Villa Kunterbunt ist`n Sch**ß gegen diesen Ort. Ganze Parks sind mit bunten Kacheln versehen, Skulpturen überall, wo man hinblickt, ja sogar ein Haus, was mit bunten Schalen / Schüsseln verziert ist.
Das bekannteste Motiv ist jedoch am Meer unten. Also es bleibt euch nichts anderes übrig, als einmal bergauf und ab (oder umgekehrt) zu strampeln. Wer schon einmal Bilder von dem Ort gesehen hat, der hat garantiert die folgenden türkis-rosa färbenden Wände gesehen.

     

Ich glaube, ich habe noch lange nicht alles von diesem wunderschönen Fleckchen Erde gesehen. Ich würde jeder Zeit wieder dort hin fliegen, vor allem für einen Kurztrip / verlängertes Wochenende ist es perfekt!

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